Die Galerie Deschler eröffnete ihre Galerieräume 1995 in einem behutsam restaurierten Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert. Angesiedelt in der Auguststraße in Berlin-Mitte liegt sie im Zentrum der dynamischen Berliner Galerienszene und beteiligt sich engagiert an Verbandsarbeit und dem Berliner Kulturleben.
Das Galerieprogramm vereint junge und etablierte Positionen zeitgenössischer Kunst und präsentiert dem Publikum neue Ansätze in den Bereichen Malerei, Skulptur/Objektkunst und Neue Medien. Die Schwerpunkte liegen auf figurativer Kunst und technisch innovativen Erkundungen künstlerischer Traditionen. Wichtige Beispiele dafür sind Stefan Roloffs digitale Morphings von Fotografien in seiner Porträtserie, Tony Conways Weiterverarbeitung digitaler Fotos in seinen vielschichtigen und skulpturellen Plexiglasbildern, die Netzhaut-Nachbilder in Christian Roecks interaktivem "Retina Project", sowie Holger Bärs Verwendung eines selbstentwickelten Malroboters. Der ironische Umgang mit Formen traditionellen Kunsthandwerks sind ein hervorstechendes Merkmal der hochglanzlackierten erzgebirgischen Holzskulpturen von KEHL, Patricia Wallers erstaunlicher Welt skurriler gehäkelter Objekte, Hans van Meeuwens ungewöhnliche Sicht auf Alltagsgegenstände und Wolfram Odins Kombination von Tapetenmustern und Kontaktanzeigentexten in seinen Tapeteninstallationen. Zu den etablierteren Positionen, die von der Galerie vertreten werden, zählen vor allem Xenia Hausners Verbindung von Malerei, Fotografie und Collage, Elvira Bachs starke Frauengestalten und Rainer Fettings gestisch-expressive Malerei. Die Galerie ist international ausgerichtet und vertritt unter anderem Künstler aus Deutschland, Österreich, Holland, Dänemark, Chile, Argentinien und den USA.
In ihrer Ausstellungspraxis verfolgt die Galerie kein starres Konzept: sie wählt bewußt programmatische Brüche, die den Facettenreichtum zeitgenössischer Kunst in einer komplexen, vom Wandel geprägten Zeit widerspiegeln. In vergangenen Ausstellungen wurden oft Installationen, Videoarbeiten und kollaborative Projekte gezeigt. Die jährliche "Curious" Ausstellung präsentiert ungewöhnliche und experimentelle Ansätze zeitgenössischer Skulptur und Objektkunst. |