1968 gründeten Eva und Lothar C. Poll die Galerie Poll in der Charlottenburger Niebuhrstraße, zogen danach an den Kurfürstendamm und 1979 in das Berliner Galerienviertel der Zwanziger Jahre am Lützowplatz. Nach dreißig Jahren verlegt die Galerie, inzwischen eine Institution in der Berliner Galerien- und Kunstlandschaft, ihren Standort nach Mitte zwischen Museumsinsel und Hackeschem Markt in das denkmalgeschützte ehemalige Pfarrhaus der im 2. Weltkrieg zerstörten Garnisonkirche in der Anna-Louisa-Karsch-Straße. Mit der Verlegung der Ausstellungsräume ist eine Konzentration der Aktivitäten zugleich der Kunststiftung Poll verbunden, die seit mehr als 10 Jahren in Mitte arbeitet. Durch die Nähe zum klassischen Präsentieren von Kunst auf der Museumsinsel fügt sich die Galerie, die sich abseits von Moden und Trends mit ihren Programmschwerpunkten Realismus und Figuration stets einem klaren Ausstellungsprofil verschrieben hat, am neuen Standort in die Kunstlandschaft nahe den Staatlichen Museen und dem Humboldtforum ein.