Seit ihrer Gründung 1990 in Köln steht die Galerie Christian Nagel für einen
Kunstbegriff, der sich vor allem über den Inhalt, d.h. die spezifischen
Konzepte und Haltungen der von ihr vertretenen Künstler und Künstlerinnen
definiert. Auch die im Januar 2002 am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin eröffnete
Filiale vertritt kompromisslos einen Standpunkt, der Kunst nicht nur von der
ästhetischen Seite her interpretiert, sondern auch gesellschaftspolitisch
Position bezieht. Grundsätzlich geht es um die ursprüngliche Aufgabe der
Aufklärung. Die jeweiligen künstlerischen Mittel – Malerei, Fotografie, Video
oder Installation – sind so unterschiedlich wie die durch die Galerie
vertretenen Künstlerpersönlichkeiten.
Die Eröffnungsausstellung in Köln war gleichzeitig die erste Einzelausstellung
von Cosima von Bonin.
Danach kamen Michael Krebber, Christian Philipp Müller, Joseph Zehrer, Andrea
Fraser, Hans-Jörg Mayer, Heimo Zobernig, Mark Dion u.a.. Eine jüngere
Generation, repräsentiert durch Stephanie Taylor, Markus Selg, Kalin Lindena
oder Stephan Müller, folgte nach der Eröffnung in Berlin.
Deren Ausstellungsbeteiligungen bei verschiedenen documenten, der Biennale
Venezia, dem Skulpturenprojekt Münster, Carnegie Pittsburgh sowie zahlreiche
Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Kunstvereinen belegen die
Etablierung dieser Position. |